Hydraulic double-piston cylinders OVUSHH - RÖHM - #9

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Bei von den Vorgaben abweichenden Maßen bzw. Stellungen der Schaltscheiben sind die Ursachen zu erforschen und evtl. Differenzen sofort abzustellen.
Hubüberwachung:
Bei dieser Gelegenheit empfiehlt es sich, die zur Maschinensteuerung aus Sicherheitsgründen erforderliche Hubüberwachung zum Schalten der Endlagen der Spannzylinderkolben und zur Überwachung der Spannpositionen anzubauen und einzujustieren. Der Anbau erfolgt an den entsprechenden Haltern.
Die dazu erforderlichen Hubkontrollelemente sind in der Regel kundenspezifisch und daher nicht im Lieferumfang des Zylinders enthalten. Siehe dazu auch deren Bedienungshinweise.
Entlüftung der Hydraulikanschlüsse:
Die Anschlüsse, welche mit einem Sicherheitsventil abgesichert sind, müssen während der Funktionsprobe entlüftet werden. Dazu werden die Entlüftungsschrauben um 1 bis 2 Umdrehungen nacheinander gelöst, jedoch nicht herausgeschraubt, und mit Niederdruck beaufschlagt. Tritt ein kontinuierlicher Ölstrom (kein Ölschaum) dort aus, dann werden die Entlüftungsschrauben wieder fest verschlossen und deren Dichtheit unter max. zul. Druck überprüft.
7. Magnetostriktive Positionssensoren
Beim magnetostriktiven Positionssensor werden verschiedene magneto-mechanische Effekte zur Längen- bzw. Huberfassung genutzt. Diese Positions­sensoren haben analoge-, digitale- oder Feldbusaus­gänge. Sie unterliegen keinem Verschleiß und sind wartungsfrei.
Die Messung erfolgt über die Ausbreitungsgeschwin­digkeit einer Körper-Ultraschallwelle (Torsionsimpuls). Das Ausgangssignal ist analog (0-10 Volt). Die Messgenauigkeit ist unter 0,1 mm und liefert sichere, reproduzierbare Einstellungen.
Funktionsprobe:
In der Regel ist nach Herstellen der Betriebsbereit­schaft des Zylinders eine Funktionsprobe zu empfeh­len. Dazu einen niederen Druck (Niederdruck, ca. 5 bar) am Hydrauliksystem einstellen.
Hübe:
Mit diesem niederen Betriebsdruck werden nun die Hübe kontrolliert:
-- alle Hydraulikanschlüsse der Reihe nach mehrmals mit diesem Hydraulikdruck beaufschlagen, dabei
-- die erreichten Stellungen der Schaltscheiben bzw. Kolbenstangen überprüfen.
4. Bedienung !
• Der Betriebsdruck beträgt max. 50 bar, min. 6 bar. Sollte jedoch auf dem Zylindergehäuse ein davon
abweichender Maximaldruck angegeben sein, ist dieser verbindlich.
Als Betriebsmedium ist ausschließlich Öl zulässig.
• Der Lösedruck muß mindestens die Hälfte des Spanndrucks betragen.
• Die maximale Drehzahl des Spannzylinders darf unter keinen Umständen überschritten werden. Diese ist auf dem Zylindergehäuse eingraviert.
• Der Zylinder kann während der Rotation uneinge­schränkt betätigt werden.
• Zum Betrieb wird das Hydrauliköl H-LP 32 DIN 51525 (32 Centistokes bei 40o Celsius) empfohlen.
Gegen Fremdkörper muß am Hydraulikaggregat ein Druckfilter mit der Filterfeinheit 0,01 mm zwischen Pumpe und Steuerventil eingesetzt werden.
Siehe auch Abschnitt "Gefahrenhinweise" auf den Seiten 4-5.
• Die Spannwegkontrollen sind bei Bedarf kundensei-tig auszuführen.
• Maximale Drehzahl und max. Druck können gleich­zeitig und zeitlich unbegrenzt auftreten (100% ED).
• Die Ansteuerung des Zylinders richtet sich nach den erforderlichen Spannmittelfunktionen und der Maschinensteuerung und ist daher kundenseitig entsprechend den einschlägigen Sicherheitsvor­schriften (siehe Kapitel Gefahrenhinweise) auszule­gen.
• Wird der Ausbau von Kolben, Dichtungen oder
Sicherheitsventilen erforderlich, so sollte der kom­plette Spannzylinder von der Spindel genommen und zur Generalüberholung ins Werk gebracht werden.
Hier wird dann einen Generalüberholung durch­geführt und der Spannzylinder erhält eine neue Funktionsgarantie.
5. Demontage
Die Demontage des Zylinders erfolgt prinzipiell in der umgekehrten Reihenfolge der Montage.
5.1 Hydraulikdruck auf allen Leitungen abstellen und alle Leitungen vollständig druckentlasten.
5.2 Die Verbindung des Futters o. ä. zum Zugelement lösen. Eine Demontage des Futters ist in der Regel nicht erforderlich.
5.3 Anschluß- und Ablaufleitungen sowie Verdreh­sicherung entfernen.
5.4 Verschlußkappen in die Anschlußstutzen eindrücken.
5.5 Befestigungsschrauben des Zylinderflansch lösen und Spannzylinder evtl. mit Zugelement aus der Spindelbohrung ein Stück weit herausziehen.
5.6 Zugelement lösen. Sofern der Platz hinter der Maschine für den Zylinder zusammen mit dem
Zugelement ausreicht, kann auch der Zylinder und Zugelement komplett aus der Spindelbohrung her­ausgezogen werden. Dabei jedoch darauf achten, daß die gesamte Einheit waagrecht hängt (Schwer­punktsuche).
5.7 Zylinder vollständig von der Maschine entfernen und auf eine geeignete, schützende Unterlage ab­stellen. Zugelemente ggf. aus Spindelbohrung her­ausnehmen.
5.8 Wird der Ausbau von Kolben, Dichtungen oder Sicherheitsventilen erforderlich, so sollte der kom­plette Spannzylinder von der Spindel genommen und zur Generalüberholung ins Werk gebracht werden. Hier wird dann eine Generalüberholung durchgeführt und der Spannzylinder erhält eine neue Funktionsgarantie.

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