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Aufbau und Verwendung von piezoelektrischenBeschleunigungssensoren
Beschleunigung messen
Obwohl sich die Kompressionsbauartmit einem Quarzmesselement für den
Longitudinalschnitt durch Langzeit-
stabilität, geringe Masse, hohe Steifig-
keit und somit hohe Eigenfrequenz
auszeichnet, hat Kistler neue Beschleu-
nigungssensoren eingeführt, bei
denen Quarzmesselemente für den
Schubeffekt verwendet werden. Solche
Elemente sind nur auf Schubkräfte,
nicht aber auf Druckkräfte normal
zu ihrer schubempfindlichen Achse
empfindlich. Zusätzlich gibt der
Schubquarz doppelt so viel elektrische
Ladung wie der Longitudinal- oder
Kompressionsquarz ab. Dadurch lassen
sich kleinere seismische Systeme und
somit kleinere und leichtere Sensoren
herstellen. Wie bei der Kompressions-
bauart ist die auf das Schub-Messele-
ment wirkende Kraft gemäss dem
zweiten Newtonschen Gesetz F = m·a
proportional zur Beschleunigung. Das
piezoelektrische Element gibt eine der
Kraft und somit der Beschleunigung
proportionale elektrische Ladung ab. Piezoelektrische Beschleunigungs-
sensoren bestehen im Wesentlichen
aus drei Elementen: dem Sensorge-
häuse, dem piezoelektrischen Mess-
element und der seismischen Masse.
Anfänglich waren alle piezoelektrischen
Beschleunigungssensoren von Kistler
nach dem Kompressionsprinzip gebaut,
bei dem das Quarzmesselement für
den Longitudinalschnitt zwischen der Basis und der seismischen Masse
vorgespannt ist. Da die seismische
Masse konstant ist, entspricht – gemäss
dem zweiten Newtonschen Gesetz F = m·a – die auf das Messelement
wirkende Kraft der Beschleunigung.
Das piezoelektrische Element gibt eine
der Kraft und somit der Beschleunigung
proportionale elektrische Ladung ab.
Piezoelektrische Beschleunigungs-
sensoren sind grundsätzlich AC-gekop-
pelt und daher zum Messen statischer
Beschleunigung wie z. B. in einer
Zentrifuge nicht geeignet. Zum Messen
echt statischer Beschleunigung be-
ziehen Sie sich bitte auf die Kistler K-Beam-Beschleunigungssensoren mit
einem kapazitiven Messelement aus
Silizium.
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